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Müde, aber kein Einschlafen: Was dahintersteckt

Wenn Sie sehr müde sind und trotzdem nicht einschlafen können, gehören Stress, Angstzustände oder Depressionen, Lärm, ein zu warmes oder zu kaltes Schlafzimmer, unbequeme Betten, Alkohol, Koffein oder Nikotin, Jetlag und Schichtarbeit laut NHS zu den häufigsten Ursachen für Einschlafprobleme.

  • 6 Min. Lesezeit

Wenn Sie sehr müde sind und trotzdem nicht einschlafen können, gehören Stress, Angstzustände oder Depressionen, Lärm, ein zu warmes oder zu kaltes Schlafzimmer, unbequeme Betten, Alkohol, Koffein oder Nikotin, Jetlag und Schichtarbeit laut NHS zu den häufigsten Ursachen für Einschlafprobleme. Müdigkeit und Einschlafschwierigkeiten passen genau in dieses Bild. Wenn das Problem häufig wiederkehrt, empfiehlt der NHS einen Arztbesuch. Auffällig wird es, wenn es sich wiederholt und Ihren Tag beeinträchtigt.

Warum bin ich müde und schlafe trotzdem nicht ein?

Müde sein und einschlafen können sind zwei verschiedene Dinge. Der NHS nennt Stress, Angstzustände oder Depressionen, Lärm, ein zu warmes oder zu kaltes Schlafzimmer, unbequeme Betten, Alkohol, Koffein oder Nikotin, Jetlag und Schichtarbeit als häufigste Auslöser von Einschlafproblemen. Sie liegen erschöpft im Bett, und das Gehirn bleibt im Wachmodus.

Fast alle diese Ursachen sind Dinge des Tages oder der Umgebung, nicht Ihre Fähigkeit zu schlafen. Das ist eine wichtige Unterscheidung, denn an der Umgebung und am Tagesablauf lässt sich etwas ändern.

Angstzustände brauchen eine eigene Betrachtung. Wer im Bett grübelt, schläft schwerer ein, und der umgekehrte Effekt gilt auch: Je stärker Sie den Schlaf erzwingen wollen, desto wacher werden Sie. NHS Every Mind Matters regt an, vor dem Schlafengehen eine Liste mit den Aufgaben des nächsten Tages zu schreiben. Das ist kein Heilmittel, aber es holt die Gedanken aus dem Bett.

Was Sie diese Woche ändern können

Beginnen Sie mit dem, was am besten belegt ist. Der NHS empfiehlt, mindestens eine Stunde vor dem Zubettgehen zu entspannen, Bildschirme und Geräte direkt vor dem Schlafen zu meiden, weil blaues Licht wach hält, erst ins Bett zu gehen, wenn Sie müde sind, und jeden Tag zur selben Zeit aufzustehen, auch am Wochenende. Auch Tagschläfchen rät der NHS ab. Das sind einfache, fast langweilige Maßnahmen, aber es sind die offiziellen Empfehlungen.

Zum Thema Bildschirme gibt es experimentelle Hinweise. Eine Studie aus dem Jahr 2015 beobachtete, dass Menschen, die vor dem Schlafen auf einem E-Reader mit Licht lasen, länger zum Einschlafen brauchten, weniger müde wurden, weniger Melatonin ausschütteten, eine spätere innere Uhr hatten und am nächsten Morgen weniger wach waren als beim Lesen in einem gedruckten Buch. Das beweist nicht, dass Ihr Handy schuld ist, aber es ist ein guter Grund, es in einem anderen Zimmer zu lassen.

Wenn Sie schon im Bett liegen und nicht einschlafen, bleiben Sie nicht liegen. Der NHS rät: Wenn Sie nach etwa 20 Minuten noch wach sind, stehen Sie auf, setzen Sie sich an einen bequemen Ort, tun Sie etwas Entspannendes wie Lesen oder ruhige Musik hören, und gehen Sie erst wieder ins Bett, wenn Sie müde werden. Erzwungener Schlaf hat meist den gegenteiligen Effekt.

Konkret für diese Woche: Legen Sie eine feste Aufstehzeit fest und halten Sie sie jeden Tag ein. Schalten Sie eine Stunde vor dem Zubettgehen alle Bildschirme aus. Halten Sie das Schlafzimmer dunkel, ruhig und kühl. Und treffen Sie mit sich selbst die Abmachung: Wenn ich nach 20 Minuten nicht eingeschlafen bin, stehe ich auf. Versuchen Sie nicht, alles gleichzeitig zu ändern. Eine Änderung nach der anderen lässt sich besser beurteilen.

Was eher nicht hilft, auch wenn es oft gesagt wird

Ein Glas Alkohol am Abend ist der beliebteste Rat und einer der unzuverlässigsten. Alkohol steht beim NHS auf der Liste der häufigen Schlafprobleme, und die Vorstellung, er helfe beim Einschlafen, verwechselt schnelles Einschlafen mit gutem Schlaf. Wenn Sie das vertiefen möchten, gibt es eigene Inhalte zu Alkohol und Schlaf; hier genügt die Feststellung, dass Alkohol keine Lösung ist.

Auch ein langes Nickerchen am nächsten Tag, um die schlechte Nacht auszugleichen, hilft nicht weiter. Der NHS rät von Tagschläfchen ab. Und er rät davon ab, den Schlaf zu erzwingen: Wenn Sie nach etwa 20 Minuten noch wach sind, stehen Sie besser auf, setzen sich an einen bequemen Ort und tun etwas Entspannendes wie Lesen oder ruhige Musik hören. Zurück ins Bett gehen Sie erst, wenn Sie müde werden.

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Es gibt außerdem viele Ratschläge zu Lebensmitteln, Tees und Ritualen, die versprechen, in wenigen Minuten einzuschlafen. Die Evidenzgrundlage deckt diese Ratschläge nicht ab, deshalb lässt sich nicht bestätigen, was das Internet ihnen zuschreibt. Das heißt nicht, dass sie schädlich sind; es heißt, dass Sie nicht darauf bauen sollten, das Problem damit zu lösen. Die am besten gestützten Maßnahmen bleiben die aus dem vorigen Abschnitt: feste Zeiten, Licht, Temperatur, Alkohol und Koffein, und der Umgang mit der Zubettgehzeit.

Nahrungsergänzungsmittel: ehrlich gesagt wenig

Melatonin und Magnesium sind die beiden Inhaltsstoffe, die in diesem Zusammenhang am häufigsten genannt werden, und genau hier ist Zurückhaltung nötig. Die Evidenzgrundlage deckt die Belege zu Melatonin oder Magnesium als Nahrungsergänzung nicht ab, daher lässt sich nicht sagen, dass ein Supplement Ihren Fall löst. Kein Nahrungsergänzungsmittel ersetzt die oben beschriebenen Schlafhygiene-Maßnahmen, und keines darf als Behandlung dargestellt werden.

Wenn Sie es ausprobieren möchten, dann als Ergänzung und nicht als Hauptplan. TuttiBear hat Fruchtgummis für erholsamen Schlaf, in Fruchtgummi-Form, mit 1 mg Melatonin pro Dosierung von 2 Fruchtgummis, für Erwachsene. Die Tagesdosis von 2 Fruchtgummis liefert 1 mg Melatonin. Die empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Das Produkt ist nicht für Kinder, Schwangere oder Stillende empfohlen; bei Erkrankungen oder Einnahme von Medikamenten holen Sie vor der Anwendung medizinischen Rat ein. Es kann Schläfrigkeit verursachen; fahren Sie nach der Einnahme nicht Auto und bedienen Sie keine Maschinen. Es enthält mehrwertige Alkohole; bei übermäßigem Verzehr kann es abführend wirken. Prüfen Sie immer das Etikett.

Wir sagen nicht, dass das die Lösung ist. Es ist eine Option unter anderen, mit klaren Grenzen, und die Entscheidung sollte informiert fallen, nicht aus Begeisterung.

Wie lange es dauert, bis Sie wissen, ob es wirkt

Es gibt keine einheitliche Frist, und misstrauen Sie jedem, der Ihnen eine nennt. Sinnvoll ist, den Änderungen der Gewohnheiten Zeit zu geben, bevor Sie sie beurteilen. Wenn nach dieser Zeit alles genau gleich ist, ändern Sie den Ansatz oder suchen Sie Hilfe.

Der NHS definiert Insomnie als regelmäßige Schlafprobleme und gibt an, dass sie sich meist durch Änderungen der Schlafgewohnheiten bessert. Das gibt Ihnen eine realistische Vorstellung: Es bessert sich meist, aber nicht von heute auf morgen. Wer auf einen Schalter wartet, wartet vergeblich.

Wann das kein normales Problem mehr ist

Eine schlechte Nacht ist normal. Viele schlechte Nächte hintereinander verdienen ein Gespräch. Der NHS empfiehlt einen Arztbesuch, wenn Änderungen der Schlafgewohnheiten nicht geholfen haben, wenn die Einschlafprobleme seit Monaten bestehen oder wenn der schlechte Schlaf den Alltag schwer macht. Diese drei Signale sind die praktische Grenze zwischen lästig und abklärungsbedürftig.

Suchen Sie auch dann Hilfe, wenn der Schlafmangel den Alltag schwer macht. Sie übertreiben nicht, wenn Sie Unterstützung suchen; Sie erkennen an, dass feste Zeiten und Vorhänge nicht alles lösen.

Was Sie als Nächstes tun können: Wählen Sie eine einzige Änderung – die feste Aufstehzeit ist am einfachsten einzuhalten – und geben Sie ihr zwei Wochen. Wenn sich nichts ändert, fügen Sie eine zweite hinzu. Wenn Sie nach ein oder zwei Monaten immer noch sehr müde sind und nicht einschlafen können, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Nehmen Sie das Problem ernst, ohne es größer zu machen, als es ist: Insomnie bessert sich meist durch Änderungen der Schlafgewohnheiten, und wenn nicht, gibt es Menschen, die helfen können.

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