Zum Inhalt springen
tuttibear

Blog Vitamin D3

Vitamin-D-Supplemente: D2 oder D3 und was zählt

Ein Vitamin-D-Supplement, das für alle Menschen das beste ist, gibt es nicht.

  • 7 Min. Lesezeit

Ein Vitamin-D-Supplement, das für alle Menschen das beste ist, gibt es nicht. Wenn Sie eine praktische Antwort suchen: Prüfen Sie auf dem Etikett, in welcher Form und in welcher Menge Vitamin D pro Dosis enthalten ist – in Mikrogramm angegeben – und sprechen Sie mit einer medizinischen Fachkraft, bevor Sie die Dosis festlegen. Das gilt besonders, wenn Sie eine Erkrankung haben, Medikamente einnehmen, schwanger sind oder stillen. Und wenn Sie fragen, welche Marke die überlegene ist, dann gibt es darauf keine ehrliche Antwort. Seriöse Quellen vergleichen keine Marken; verglichen werden Formen, Mengen und die Frage, ob etwas zu Ihrer Situation passt.

D2 oder D3: der Unterschied, auf den es ankommt

Auf dem Markt sind Vitamin-D-Supplemente in zwei Formen erhältlich. Vitamin D2 heißt Ergocalciferol und stammt aus Pflanzen; D3 heißt Colecalciferol und kommt aus tierischen Quellen. Beide erhöhen das Vitamin D im Blut, doch einen Unterschied sollten Sie kennen: Laut MedlinePlus kann D3 den Blutspiegel stärker anheben und ihn länger hochhalten als D2. Die Cleveland Clinic geht in dieselbe Richtung und schreibt, dass der Körper D3 leichter aufnimmt.

Damit ist D2 kein nutzloses Supplement. Wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Ihnen D2 aus einem konkreten Grund verordnet, gilt dieser Grund. Wer einfach nur im Regal auswählt, für den neigt die verfügbare Evidenz zu D3 – und genau das ist es: eine Neigung, keine Garantie auf ein Ergebnis.

Was Vitamin D tut – ohne Übertreibung

Vitamin D hilft, die Menge an Kalzium und Phosphat im Körper zu regulieren. Beides wird gebraucht, um Knochen, Zähne und Muskeln gesund zu halten. So beschreibt der NHS die Funktion. Nichts davon verspricht, dass ein Supplement Sie gesünder, stärker oder seltener krank macht. Die Aufgabe ist Regulation, nicht Wunder.

Vitamin D steckt nur in wenigen Lebensmitteln. Der Körper bildet es aus direkter Sonneneinstrahlung auf die Haut. Man findet es in fettem Fisch, rotem Fleisch, Eigelb und angereicherten Lebensmitteln – Supplemente sind eine weitere Quelle. Das ist eine praktische Frage, kein persönliches Versäumnis.

Womit einnehmen: Fett ist kein Nebendetail

Vitamin D ist fettlöslich. Laut MedlinePlus kann es besser aufgenommen werden, wenn man es zu einer Mahlzeit oder einem Snack einnimmt, der etwas Fett enthält. Eine Kapsel also morgens direkt nach dem Aufstehen mit einem Glas Wasser zu schlucken, ist womöglich nicht die beste Idee. Zum Frühstück mit Brot und Butter oder zum Mittagessen ergibt es mehr Sinn.

Das ist ein kleiner, unspektakulärer Rat. Es ist zugleich einer der wenigen, die nur von Ihnen abhängen und nicht davon, welches Produkt Sie gekauft haben.

Mikrogramm oder internationale Einheiten? Vergleichen Sie erst nach dem Umrechnen

Etiketten sprechen nicht alle dieselbe Sprache. Der NHS weist darauf hin, dass 1 Mikrogramm Vitamin D 40 IE entspricht – wichtig, wenn Sie Packungen mit unterschiedlichen Einheiten vergleichen. Eine Flasche mit der Angabe 1.000 IE und eine andere mit 25 µg wirken vielleicht wie weit entfernte Zahlen und sind doch exakt dieselbe Menge.

Bevor Sie Preise vergleichen oder entscheiden, ein Produkt sei „stärker“, rechnen Sie um. Sonst vergleichen Sie Äpfel mit Birnen und zahlen für einen Unterschied, den es womöglich gar nicht gibt.

Zur Dosis selbst: Wir nennen Ihnen keine. Für Ihren Fall haben wir diese Angabe nicht, und die passende Menge hängt von Faktoren ab, die niemand an Ihrer Haut sieht. Was existiert, ist eine obere Sicherheitsgrenze.

Die Sicherheitsgrenze – und warum eine Überdosis nicht theoretisch ist

Die EFSA beziffert die tolerierbare obere Aufnahmemenge von Vitamin D für Erwachsene mit 100 Mikrogramm pro Tag. Sie hält fest, dass europäische Bevölkerungsgruppen diese Menge kaum überschreiten – mit Ausnahme von Menschen, die regelmäßig hoch dosierte Vitamin-D-Supplemente einnehmen. Anders gesagt: Das Risiko liegt nicht bei der Ernährung. Es liegt bei denen, die mehrere Produkte gleichzeitig nehmen oder ein hoch dosiertes Produkt, ohne zu wissen, wie viel sie bereits über andere Quellen aufnehmen.

Der NHS ist deutlich, was die Folgen einer langfristig zu hohen Zufuhr über Supplemente angeht: Es kann sich zu viel Kalzium im Körper ansammeln (Hyperkalzämie), was die Knochen schwächen und Nieren sowie Herz schädigen kann. Deshalb ist „mehr“ bei diesem Vitamin kein Synonym für „besser“.

Wenn Sie hoch dosierte Supplemente erwägen oder bereits ein Multivitaminpräparat mit Vitamin D nehmen, addieren Sie die Mengen, bevor noch eine weitere Flasche in den Schrank wandert.

Brauchen Sie einen Test, bevor Sie kaufen?

Aus eigenem Antrieb wahrscheinlich nicht. MedlinePlus schreibt, dass eine Routineuntersuchung auf Vitamin D nicht für alle empfohlen wird, dass die meisten Tests 25-Hydroxyvitamin D messen und dass ein Test meist dann erfolgt, wenn eine Fachkraft vermutet, dass eine Knochenerkrankung oder etwas anderes mit sehr niedrigen Werten zusammenhängen könnte. Übersetzt heißt das: Der Test ist ein klinisches Werkzeug, kein Pflichtschritt vor dem Kauf eines Supplements.

10 % Rabatt zum Start ✨

Abonniere unseren Newsletter und erhalte sofort deinen Willkommenscode. Neuigkeiten, Tipps und exklusive Angebote.

Mit deiner Anmeldung stimmst du dem Erhalt von Marketing-Mitteilungen von Tutti Bear zu. Du kannst dich jederzeit abmelden. Siehe unsere Datenschutzerklärung und unsere AGB .

Es gibt jedoch Gruppen, die mehr Aufmerksamkeit brauchen können – ältere Erwachsene, Menschen mit dunkler Haut, Menschen mit Erkrankungen, die die Fettaufnahme einschränken (Morbus Crohn, Zöliakie, Colitis ulcerosa), sowie Menschen mit Adipositas oder nach einer Magenbypass-Operation. In diesen Fällen lautet der Rat, mit einer medizinischen Fachkraft darüber zu sprechen, ob Supplemente nötig sind; möglicherweise wird zuerst ein Test angeordnet.

Wer in der Praxis wovon profitiert

Bei einem diagnostizierten Mangel ist die Entscheidung weder Ihre noch unsere: Sie liegt bei der Fachkraft, die die Diagnose gestellt hat, und das von ihr genannte Supplement zählt – ob D2 oder D3.

Ohne Diagnose und mit dem Wunsch, eine wahrscheinliche Lücke in Ernährung oder Sonnenexposition zu schließen, ist D3 die Form mit der besten Grundlage in der verfügbaren Evidenz – eingenommen zu einer Mahlzeit. Die Menge sollte in den Sicherheitsgrenzen bleiben und auf dem Etikett geprüft werden.

Wenn Sie schwanger sind, stillen, eine Erkrankung haben oder Medikamente einnehmen, ist der Schritt vor jedem Kauf ein Gespräch mit einer medizinischen Fachkraft. Nicht weil Vitamin D an sich gefährlich wäre, sondern weil Ihr Fall Besonderheiten haben kann, die ein Artikel nicht löst.

Und Fruchtgummis? Wo sie hineinpassen

Die Darreichungsform – Fruchtgummi, Kapsel, Tablette, Tropfen – entscheidet nicht über die Wirkung von Vitamin D. Die Quellen beschreiben den Typ des Vitamins und die Art der Aufnahme. Die Form verändert die Praktikabilität und manchmal das, was in derselben Dosis sonst noch enthalten ist. Ein Fruchtgummi lässt sich im Alltag vielleicht leichter beibehalten; es kann aber auch weitere Inhaltsstoffe mitbringen, die Sie gar nicht gesucht haben.

Wenn Sie Fruchtgummis bevorzugen: Die Immun- und Abwehr-Fruchtgummis mit Echinacea enthalten 5 µg Vitamin D3 pro Dosis von 2 Fruchtgummis, was 100 % des Referenzwerts entspricht. Sie sind kein isoliertes Vitamin-D-Supplement: Die Dosis ist bescheiden, das Produkt ist für Erwachsene gedacht und enthält weitere Wirkstoffe im selben Fruchtgummi. Wenn Ihr Ziel darin besteht, einen deutlichen Mangel auszugleichen, ist dies nicht das richtige Produkt dafür – und das sagen wir lieber offen.

Prüfen Sie vor dem Kauf eines Fruchtgummis das Etikett: wie viele Fruchtgummis eine Dosis bilden, wie viele Mikrogramm Vitamin D3 enthalten sind, welche weiteren Wirkstoffe es gibt und welche Warnhinweise gelten. Die empfohlene Tagesdosis nicht überschreiten. Nahrungsergänzungsmittel sollten nicht als Ersatz für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise verwendet werden. Außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren. Enthält mehrwertige Alkohole; kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken. Bei Schwangerschaft, Stillzeit, Erkrankungen oder Einnahme von Medikamenten vor der Anwendung eine medizinische Fachkraft konsultieren.

Was Sie auf dem Etikett prüfen sollten – in fünf Zeilen

  • Die Form: D3 (Colecalciferol) oder D2 (Ergocalciferol).
  • Die Menge pro Dosis, in µg oder IE – rechnen Sie bei Bedarf um.
  • Wie viele Einheiten eine Dosis ausmachen (ein Fruchtgummi, zwei, eine Kapsel).
  • Ob das Produkt weitere Wirkstoffe oder Vitamine enthält, die Sie bereits einnehmen.
  • Die Warnhinweise und den Hinweis, dass es keine ausgewogene Ernährung ersetzt.

Fünf Zeilen, zwei Minuten. Sie verhindern den Großteil der Impulskäufe.

Was Ihnen niemand versprechen kann

Die verfügbare Evidenz sagt uns, was Vitamin D reguliert und wie es besser aufgenommen wird. Sie sagt uns nicht, welche Marke überlegen ist, welche Dosis für Sie die richtige ist oder ob eine Supplementierung ein Problem löst, das noch gar nicht erkannt wurde. Die Forschung zu Vitamin D ist aktiv und entwickelt sich weiter; manche Zusammenhänge, die man so hört, sind noch nicht belegt. Wo wir es nicht wissen, sagen wir das.

Der nützlichste nächste Schritt ist nicht, die Flasche mit der größten Zahl zu wählen. Sehen Sie sich Ihre Routine an – wie viel Zeit Sie in der Sonne verbringen, was Sie essen, was Sie bereits einnehmen – und tragen Sie Ihre Fragen, falls welche bleiben, zu einer medizinischen Fachkraft statt zu einer Suchmaschine.

Weiter entdecken

Thema entdecken

Thema entdecken

Related reads

Related reads

· Land & Sprache ·

Bitte wähle dein Land und deine Sprache:

Land

Sprache

Süßes oder Rabatt?

Wir geben dir beides. 20 % Rabatt auf unsere Bestseller

Jetzt zugreifen