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Übelriechende Blähungen: Was normal ist und was nicht

Übelriechende Blähungen sind in den allermeisten Fällen etwas ganz Normales. Jeder hat Blähungen.

  • 8 Min. Lesezeit

Übelriechende Blähungen sind in den allermeisten Fällen etwas ganz Normales. Jeder hat Blähungen. Der unangenehme Geruch entsteht durch Bakterien im Dickdarm, die beim Vergären von Kohlenhydraten, die vorher nicht vollständig verdaut wurden, kleine Mengen schwefelhaltiger Gase freisetzen. Das ist kein Zeichen dafür, dass im Inneren etwas verfault, und auch nicht dafür, dass Ihr Körper Giftstoffe ansammelt. Es ist gewöhnliche Darmchemie.

Wie häufig ist das? Die Schätzungen schwanken je nach Quelle etwas. Eine nennt durchschnittlich 8 bis 14 Blähungen pro Tag, wobei Fachleute bis zu etwa 25 Mal täglich als normal ansehen. Eine andere spricht von 13 bis 21. In jedem Fall riecht der Großteil dieser Gase nach nichts. Nur ein Teil hat Geruch, und genau dieser Teil verdirbt Ihnen den Nachmittag.

Was das für Sie bedeutet: Wenn Sie übelriechende Blähungen haben, lohnt es sich, auf Alarmsignale zu achten – Bauchschmerzen oder Blähungen, die nicht weggehen oder häufig wiederkommen, wiederkehrende Verstopfung oder Durchfall, ungewollter Gewichtsverlust oder Blut im Stuhl – und in diesem Fall mit dem Arzt zu sprechen. Es gibt Dinge, die man anpassen kann. Um die geht es im Folgenden.

Woher die Gase kommen und warum manche übel riechen

Gas gelangt auf zwei Wegen in den Verdauungstrakt. Der eine ist die Luft, die Sie beim Essen, Trinken oder Sprechen schlucken. Der andere ist die Fermentation: Bakterien im Dickdarm zersetzen Zucker, Stärke und Ballaststoffe, die Magen und Dünndarm nicht vollständig verdauen konnten. Dabei entsteht Gas. Mehr von bestimmten Speisen und Getränken bedeutet fast immer mehr Gas.

Nun zum Geruch. Was übel riecht, ist nicht das Gas selbst in seiner Gesamtheit – es ist ein kleiner schwefelhaltiger Anteil. Der Geruch stammt von geringen Mengen schwefelhaltiger Gase, die von den Bakterien im Dickdarm freigesetzt werden, und nicht vom gesamten Gas.

Die alltäglichen Ursachen, von den häufigsten zu den selteneren

Bevor Sie an Krankheiten denken, schauen Sie auf den Alltag. Der üble Geruch lässt sich zum Teil dadurch erklären.

Verschluckte Luft

Schnell essen, beim Essen sprechen, aus Flaschen oder Dosen trinken, Kaugummi kauen – all das bringt Luft hinein. Der NHS gibt an, dass übermäßige Blähungen oder unangenehmer Geruch durch verschluckte Luft oder durch schwer verdauliche Speisen verursacht werden können. Wenn das Problem vor allem die Menge betrifft, fangen Sie hier an.

Schwer verdauliche Speisen

Der NHS nennt die üblichen Verdächtigen: Kohl, Brokkoli, Blumenkohl, Rosenkohl, Hülsenfrüchte wie Bohnen und Linsen, Trockenobst, Zwiebeln, Speisen oder Getränke mit dem Süßstoff Sorbit sowie kohlensäurehaltige Getränke und Bier. Beachten Sie: Fast alles auf dieser Liste ist gesundes Essen. Es geht nicht darum, es für immer zu streichen – es geht darum, herauszufinden, welche davon bei Ihnen den größten Unterschied machen und in welcher Menge.

Getränke und Gewohnheiten

Limonaden, Bier, Wein und Fruchtsäfte in großen Mengen werden mit mehr Blähungen in Verbindung gebracht. Nichts davon ist für sich genommen ein Gift; das Muster zählt. Und Sie müssen nicht alles auf einmal streichen: Reduzieren Sie zuerst die Menge und schauen Sie, ob Sie einen Unterschied bemerken.

Stress und Bildschirme

Hier ist die Evidenz weniger belastbar, und das sollte man ruhig sagen. Stress und lange Stunden vor einem Bildschirm werden in den Quellen, auf die sich dieser Text stützt, nicht als direkte Ursache für übelriechende Blähungen genannt. Die Quellen erwähnen, dass verschluckte Luft einer der Wege ist, auf denen Gas in den Verdauungstrakt gelangt, und dass langsames Essen und Trinken mit geschlossenem Mund helfen kann, übermäßige oder übelriechende Blähungen zu verringern. Wenn Ihr Problem vor allem in Wochen mit intensiver Arbeit auftritt, könnte es über diesen indirekten Weg zusammenhängen, nicht mit dem Stress selbst.

Was Sie diese Woche ändern können

Die Maßnahmen, die in den Quellen am besten gestützt sind, sind einfach und kosten nichts.

  • Essen Sie kleinere Mahlzeiten und häufiger, statt zwei oder drei riesiger Portionen.
  • Essen und trinken Sie langsam, mit geschlossenem Mund, und kauen Sie gut. Der NHS empfiehlt langsames Essen und Trinken mit geschlossenem Mund, um übermäßige oder übelriechende Blähungen zu verringern.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig. Der NHS empfiehlt außerdem regelmäßige Bewegung, um übermäßige oder übelriechende Blähungen zu reduzieren.
  • Probieren Sie Pfefferminztee – ein einfacher, günstiger Vorschlag.
  • Reduzieren Sie Tabak, Kaugummi und den übermäßigen Konsum von Bier, Wein und Fruchtsäften.

Ein Hinweis zu Hülsenfrüchten und Brokkoli: Streichen Sie sie nicht nur wegen des Geruchs aus Ihrer Ernährung. Sie sind wertvolle Lebensmittel. Verkleinern Sie die Portion, bereiten Sie sie anders zu, und prüfen Sie, ob der Unterschied den Verzicht rechtfertigt. Oft tut er es nicht.

Eine Methode, die besser funktioniert, als alles auf einmal zu ändern: Nehmen Sie sich pro Woche einen Verdacht vor. Lassen Sie ihn für einige Tage weg (oder reduzieren Sie ihn), führen Sie ihn wieder ein, beobachten Sie. So finden Sie heraus, was bei Ihnen zählt, statt mit einer Verbotsliste zu leben, von der Sie nicht wissen, ob sie etwas bringt.

Was in der Regel nicht hilft

Hier ist Ehrlichkeit angebracht. In den Quellen, auf die sich dieser Text stützt, gibt es keinen Beleg dafür, dass sogenannte Darm-Entgiftungsprodukte übelriechende Blähungen beseitigen. Wenn ein Produkt Ihnen verspricht, den Geruch zu beenden, seien Sie misstrauisch: Niemand kann das versprechen.

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Eine weitere verbreitete Vorstellung hält der Prüfung nicht stand: dass starker Geruch bedeutet, der Darm sei voller „Giftstoffe“. Das ist nicht der Fall. Der Geruch stammt von Schwefel, der von normalen Bakterien produziert wird, die zu einem gesunden Darm gehören. Und beachten Sie: Nahrungsergänzungsmittel und Lebensmittel ersetzen weder eine abwechslungsreiche Ernährung noch eine gesunde Lebensweise.

Wo Probiotika ehrlich einzuordnen sind

An diesem Punkt übertreiben viele Artikel. Probiotika sind lebende mikrobielle Kulturen. Die Idee, sie zur Verbesserung der Darmfermentation und darüber auch des Blähungsgeruchs einzusetzen, ist auf dem Papier plausibel. Aber plausibel ist nicht dasselbe wie belegt.

Die Quellen, auf die sich dieser Text stützt, decken Probiotika und ihre Wirkung auf Blähungen nicht ab; daher wird hier nichts behauptet, dass sie diese reduzieren. Das ist ein Bereich mit sich entwickelnder Evidenz: Es gibt erste Untersuchungen, die in manchen Ansätzen vielversprechend sind, und wir wissen noch nicht genug, um Ihnen ein Ergebnis zu versprechen. Es gibt hier keine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe für ein Produkt. Wenn Sie es ausprobieren möchten, behandeln Sie es als einen Versuch mit Frist, nicht als Behandlung.

In diesem Rahmen sind die Probiotischen Fruchtgummis von TuttiBear einzuordnen: zwei Fruchtgummis pro Tag, vorzugsweise nach einer Mahlzeit gekaut, für Erwachsene. Sie enthalten einen Mikroorganismenkultur-Komplex und einen Verdauungsenzym-Komplex. Die empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Wie bei jedem Nahrungsergänzungsmittel ersetzen sie keine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung und keine gesunde Lebensweise. Außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren. Bei Schwangerschaft, Stillzeit, Erkrankungen oder Einnahme von Medikamenten vor der Anwendung medizinischen Rat einholen. Personen mit Immunschwäche oder unter immunsuppressiver Behandlung sollten vor der Anwendung einen Arzt konsultieren. Enthält mehrwertige Alkohole. Kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken.

Und wenn Sie eine Heilung für ein Problem suchen, das Sie seit Monaten belastet, ist kein Nahrungsergänzungsmittel der richtige Weg. Dann ist der richtige Weg ein Arzttermin.

Wann es nicht mehr harmlos ist

Diesen Teil sollten Sie sich merken. Die meisten übelriechenden Blähungen brauchen keinen Arzt. Manche Fälle schon, und es ist wichtig, sie nicht mit normalem Unbehagen zu verwechseln.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn die Blähungen Ihr Leben beeinträchtigen und Selbsthilfemaßnahmen nicht geholfen haben. Sprechen Sie auch, wenn Sie Bauchschmerzen oder Blähungen haben, die nicht weggehen oder immer wiederkommen, wenn Sie wiederholt unter Verstopfung oder Durchfall leiden, wenn Sie ungewollt Gewicht verloren haben oder wenn Blut im Stuhl war. Eine plötzliche Veränderung des Blähungsmusters ist ein weiterer Grund für ein Gespräch.

Es gibt außerdem eine Möglichkeit, die Sie weder ignorieren noch selbst diagnostizieren sollten: Übermäßige oder übelriechende Blähungen können manchmal Zeichen einer gesundheitlichen Störung sein – Verstopfung, Reizdarmsyndrom, Zöliakie oder Laktoseintoleranz – oder Nebenwirkung einiger Medikamente, etwa nichtsteroidaler Antirheumatika (zum Beispiel Ibuprofen), bestimmter Abführmittel, Antimykotika und Statine. Beachten Sie das „manchmal“. Stellen Sie keine Selbstdiagnose anhand einer Liste, und setzen Sie ein Medikament niemals ab und ändern Sie es nicht, ohne vorher mit dem Arzt zu sprechen.

Wie lange es dauert, bis Sie wissen, ob es geholfen hat

Niemand kann Ihnen eine genaue Frist nennen, und misstrauen Sie jedem, der es tut. Was vernünftig ist: Änderungen der Gewohnheiten (langsamer essen, kleinere Mahlzeiten, ein verdächtiges Lebensmittel reduzieren) wirken auf das, was Sie essen, und auf die Luft, die Sie schlucken; deshalb sind es Maßnahmen, die auch der NHS zur Verringerung übermäßiger Blähungen oder unangenehmen Geruchs empfiehlt. Bei Probiotika ist die Frist ungewisser – die Evidenz ist nicht gesichert, und es gibt keine Anzahl von Wochen, die man ehrlich angeben könnte.

Geben Sie jeder Veränderung genug Zeit für ein Urteil, aber nicht so viel, dass Sie das Urteilen vergessen. Wenn sich nach einigen Wochen konsequenter Anpassungen nichts geändert hat, ist die Antwort nicht, mehr Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen. Sondern einen Termin zu vereinbaren. Nehmen Sie eine Notiz mit, was Sie essen, was Sie ändern und was Sie spüren: Das hilft dem Arzt mehr als Ihre Erinnerung an die letzte Woche.

Am Ende ist die Botschaft einfach. Übelriechende Blähungen gehören zu den wenig eleganten und zugleich normalsten Aspekten der Körperfunktionen. Passen Sie an, was Sie essen und wie Sie essen. Geben Sie kein Geld für Versprechen aus. Und wenn Alarmsignale auftreten, hören Sie auf zu raten und gehen Sie zum Arzt.

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