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Menopause: In welchem Alter beginnt sie meist?

Die Menopause setzt bei den meisten Frauen zwischen 45 und 55 Jahren ein. Diese Spanne nennt der britische Gesundheitsdienst NHS, und sie ist wahrscheinlich die brauchbarste Antwort, die wir Ihnen heute geben können.

  • 7 Min. Lesezeit

Die Menopause setzt bei den meisten Frauen zwischen 45 und 55 Jahren ein. Diese Spanne nennt der britische Gesundheitsdienst NHS, und sie ist wahrscheinlich die brauchbarste Antwort, die wir Ihnen heute geben können. Ein festes Datum im Kalender ist sie nicht. Sie ist eine Phase – die Perimenopause –, in der die Perioden unregelmäßig werden und schließlich ausbleiben, weil die Hormonspiegel sinken. Bei manchen Frauen beginnt das mit Anfang 40, bei anderen erst nach 50. Und es gibt, seltener, Fälle, in denen es vor 45 passiert.

Wenn Sie herausfinden wollen, ob das, was Sie spüren, die Menopause ist, hilft Ihnen das Alter wenig. Was hilft, ist der Blick auf das Muster Ihrer Perioden und auf die Gesamtheit der Beschwerden. Und vor allem das Gespräch mit einer medizinischen Fachkraft – denn die Menopause ist eine klinische Diagnose, keine Schlussfolgerung aus einer Tabelle.

In welchem Alter beginnt die Menopause nun wirklich?

Menopause und Perimenopause gehören zum natürlichen Leben und treten dann auf, wenn sich die Perioden verändern und wegen sinkender Hormonspiegel aufhören. Die Perimenopause ist die Zeit davor. Wer fragt, in welchem Alter die Menopause beginnt, will meist zweierlei wissen: wann die Beschwerden einsetzen und wann die Perioden aufhören.

Die ehrliche Antwort: Es gibt kein einheitliches Alter. Der NHS gibt an, dass die Menopause üblicherweise Frauen zwischen 45 und 55 Jahren betrifft, aber früher auftreten kann. Das heißt: Mit 42 können Sie in der Perimenopause sein; mit 52 können Sie noch regelmäßige Perioden haben. Beides ist für sich genommen nicht ungewöhnlich.

Drei Situationen werden oft verwechselt und sollten getrennt betrachtet werden:

  • Frühe Menopause – vor dem 45. Lebensjahr. Das ist nicht die Regel, kommt aber vor.
  • Perimenopause – die Übergangsphase, in der sich die Perioden verändern und wegen sinkender Hormonspiegel schließlich aufhören; sie betrifft Frauen meist zwischen 45 und 55 Jahren, kann aber früher beginnen.

Wir haben keine Daten, mit denen sich sagen ließe, wie viele Frauen in welche dieser Gruppen fallen oder wie lange die Perimenopause im Durchschnitt dauert. Was wir wissen: Die Streuung ist groß, und die Spanne zwischen 45 und 55 Jahren ist ein Anhaltspunkt, kein Versprechen.

Was lässt die Menopause früher oder später eintreten?

Manches, was die Forschung mit einem späteren Eintritt der natürlichen Menopause in Verbindung bringt, liegt außerhalb Ihres Einflussbereichs.

Eine systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse über 30 Artikel fand Zusammenhänge zwischen einer späteren Menopause und drei Faktoren: frühere Einnahme oraler Empfängnisverhütung, ein Alter bei der ersten Menstruation von 13 Jahren oder älter und mindestens eine Lebendgeburt. Diese Ergebnisse stammen aus Beobachtungsstudien. Sie zeigen also Zusammenhänge, keine Ursache-Wirkungs-Beziehungen. Ob eine Veränderung dieser Faktoren das Menopausalter verschieben würde, wissen wir nicht – und in den meisten Fällen ist es nichts, was Sie ändern könnten oder sollten.

Das bedeutet: Einige Studien legen einen Zusammenhang zwischen bestimmten reproduktiven und hormonellen Faktoren und dem Menopausalter nahe. Es gibt Faktoren, die es offenbar beeinflussen. Vorhersagen lässt sich damit für eine einzelne Person trotzdem nichts.

Rauchen wurde in anderen Zusammenhängen mit einer früheren Menopause in Verbindung gebracht. Unser Evidenzpaket deckt diesen Zusammenhang jedoch nicht detailliert genug ab, um ihn hier zu behaupten. Ohne diese Grundlage verzichten wir lieber darauf.

Was Sie diese Woche tun können – und was sich nicht lohnt

Das Alter, in dem Sie in die Menopause kommen, können Sie sich nicht aussuchen. Auf die Übergangsphase und die Zeit danach können Sie sich aber vorbereiten. Die Maßnahmen mit der besten Grundlage sind vermutlich die langweiligsten: regelmäßige Bewegung, abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung, gleichmäßiger Schlaf und ärztliche Begleitung, wenn Beschwerden den Alltag stören.

Konkret, was diese Woche sinnvoll ist:

  • Perioden und Beschwerden notieren, mindestens zwei bis drei Monate lang. Das gibt der Ärztin oder dem Arzt Informationen, die eine vage Erinnerung nicht liefert. Häufigkeit, Dauer und Stärke der Beschwerden sind nützlicher als eine Liste von Klagen.
  • Regelmäßig in Bewegung bleiben – mit dem Pensum, das Sie durchhalten, nicht mit dem, das auf dem Papier ideal wäre. Zwei bis drei Einheiten pro Woche zählen schon.
  • Die Ernährung ansehen, mit Blick auf Vielfalt statt Perfektion. Das Alter, in dem die Menopause eintritt, ist von Mensch zu Mensch verschieden und hängt nicht allein von der Ernährung ab.
  • Einen Termin vereinbaren, wenn die Beschwerden – welche auch immer – Arbeit, Schlaf oder Beziehungen beeinträchtigen. Sie müssen nicht abwarten, bis es „vorbeigeht“.

Was sich nicht lohnt: das „genaue Alter“ in Online-Rechnern zu suchen, Nahrungsergänzungsmittel zu kaufen, die eine Verzögerung der Menopause versprechen, oder jedes einzelne Symptom als endgültiges Zeichen zu deuten. Das Alter, in dem die Menopause eintritt, ist individuell verschieden, und die Evidenz erlaubt keine Aussage, dass sich das mit Produkten hinauszögern ließe.

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Auch der Vergleich mit dem Alter Ihrer Mutter oder Schwester hilft nicht wirklich weiter. Er kann einen Anhaltspunkt geben, ist aber keine Garantie.

Welche Rolle Nahrungsergänzungsmittel spielen – und was sie nicht leisten

In unserem Evidenzpaket findet sich kein Beleg dafür, dass irgendein Nahrungsergänzungsmittel das Alter der Menopause verändert. Das lässt sich klar sagen: Es gibt in diesem Paket keinen Beleg dafür, dass ein Inhaltsstoff die Menopause verzögert, beschleunigt oder „ins Gleichgewicht bringt“.

Manche Menschen suchen in dieser Lebensphase dennoch Nahrungsergänzungsmittel – aus Gründen, die Haut, Haare und Nägel betreffen. Hier kommen Produkte wie die Kollagen-Fruchtgummis ins Spiel: pro Tagesdosis von zwei Fruchtgummis liefern sie hydrolysiertes Kollagen, Vitamin C, Biotin und Selen. Wir dürfen jedoch nicht behaupten, dass diese Fruchtgummis einen spezifischen Effekt auf die Menopause oder ihre Beschwerden haben. Die in diesem Paket verfügbare Evidenz trägt das nicht.

Das Schönheits-Pack ist eine Packung, die mehrere Produkte zusammenfasst. Zum genauen Inhalt liegen uns keine Etikettangaben vor, daher können wir keine Mengen, Dosierungen oder Inhaltsstoffe nennen. Wenn Sie es in Betracht ziehen, prüfen Sie das Etikett jedes enthaltenen Produkts.

Die Faustregel ist einfach: Ein Nahrungsergänzungsmittel kann eine abwechslungsreiche Ernährung ergänzen, ersetzt aber keine ärztliche Begleitung, keine Bewegung und keinen Schlaf. Und in dieser Lebensphase sind Ärztin, Arzt oder Apotheke die richtigen Ansprechpartner für Beschwerden, die Sie beeinträchtigen – nicht das Etikett eines Gefäßes.

Wann das Alter nicht mehr die richtige Frage ist

Es gibt Situationen, in denen das Menopausalter nebensächlich ist und nur zählt, was gerade geschieht. Wenn Sie unter 45 sind und Ihre Perioden aufgehört haben oder sehr unregelmäßig geworden sind, gehört das in eine Praxis – nicht um das Alter zu „bestätigen“, sondern um andere Ursachen auszuschließen und zu klären, was los ist.

Sprechen Sie mit einer Ärztin, einem Arzt oder in der Apotheke, wenn:

  • Ihre Perioden vor dem 45. Lebensjahr aufgehört haben.
  • Sie sehr starke Blutungen haben, zwischen den Perioden oder nach sexuellem Kontakt.
  • Beschwerden – welche auch immer – Schlaf, Arbeit oder Ihr allgemeines Wohlbefinden beeinträchtigen.
  • Sie Verhütungsmittel nehmen und nicht sicher sind, ob Ihre Beschwerden von der Menopause oder vom Verhütungsmittel selbst kommen.
  • Frühe Menopause in Ihrer Familie vorkommt und Sie wissen möchten, was das für Sie bedeutet.

Damit ist nicht gesagt, dass jedes Symptom ein Alarmsignal ist. Aber bei einer frühen Menopause und bei Blutungsveränderungen außerhalb des üblichen Musters lohnt es sich, nicht abzuwarten.

Wie lange diese Phase dauert – und wann Veränderungen spürbar werden

Die Perimenopause ist eine Übergangsphase innerhalb des natürlichen Menopausenprozesses. Eine genaue Zahl für die durchschnittliche Dauer liegt in diesem Paket nicht vor, und wir erfinden keine. Wir wissen: Es ist eine Übergangsphase mit unregelmäßigen Perioden und wechselnden Beschwerden, die endet, wenn die Perioden endgültig ausbleiben.

Was die Veränderungen betrifft, die Sie selbst einführen können – Bewegung, Ernährung, Schlaf –, so wirken sie nicht sofort. Erwarten Sie keine Ergebnisse nach drei Tagen. Und geben Sie eine Umstellung nicht auf, nur weil Sie in der ersten Woche nichts gespürt haben.

Ähnlich ist es mit der Entscheidung, Hilfe zu suchen. Wenn Sie „erst mal abwarten“ wollen, setzen Sie sich eine Frist. Zwei bis drei Wochen mit Beschwerden, die Sie stören, rechtfertigen bereits ein Gespräch. Sie müssen nicht Monate warten, bevor Sie einen Termin machen.

Am Ende hat die Frage „Menopause in welchem Alter“ eine brauchbare und eine unbrauchbare Antwort. Brauchbar: zwischen 45 und 55 Jahren in den meisten Fällen, mit Spielraum nach früher oder später. Unbrauchbar: die exakte Zahl für sich selbst finden zu wollen, bevor Sie sie erleben. Was Sie tun können, ist beobachten, notieren und Hilfe suchen, wenn etwas nicht stimmig ist – mit Alter oder ohne.

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